Sydney - Der Gastgeber des Weltjugendtages in Sydney, Kardinal George Pell, hat sich anders als der Papst skeptisch dazu geäußert, dass der Mensch durch eine Änderung seines Verhaltens den Klimawandel aufhalten kann.
«Ich bezweifle die Sicht, der Mensch könne durch sein Handeln eine (Klima)-Katastrophe verursachen», sagte Kardinal Pell, Oberhaupt der fünf Millionen australischen Katholiken, am Montag. «Es ist schon schwer vorauszusagen, was morgen passiert. Noch schwerer ist es, zu sagen, was in fünf, zehn, 20 oder gar 100 Jahren passieren wird.»
Die wahren Herausforderungen seien niedrige Geburtenraten und schwindender Kirchbesuch, meinte Pell. Er setzte sich damit von Papst Benedikt XVI ab, der den Umweltschutz als eines der wichtigen Themen des Jugendtreffens mit mehr als 225 000 Pilgern genannt hatte. Die Kirche «muss wesentliche Impulse geben, um der Politik zu helfen, diese große Herausforderung anzugehen», sagte der Papst auf dem Weg nach Australien. Papst Benedikt war am Sonntag in Sydney eingetroffen. Sein offizielles Programm beginnt am Donnerstag.
Höhepunkt ist die Abschlussmesse am kommenden Sonntag.
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