klimAktiv.de
Co2-Rechner

Seite empfehlen

Klimawandel verlangt Umdenken in der Entwicklungshilfe (29.02.2008)

Stuttgart - Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit muss die ländliche Entwicklung in den Ländern des Südens wieder zum Schwerpunkt machen.


 Dies fordert "Brot für die Welt" angesichts der dramatisch gestiegenen Weltmarktpreise für Weizen und fehlender Mittel für die Nahrungsmittelhilfe beim Welternährungsprogramm. "Mit Blick auf diesen Trend brauchen wir auch eine echte Änderung der Prioritäten in der Entwicklungszusammenarbeit.

Die Ursachen des Problems Unterernährung müssen angegangen werden", fordert Danuta Sacher, Abteilungsleiterin für Politik und Kampagnen bei "Brot für die Welt". Dazu gehöre auch ein Umdenken in der Förderung von Agrar-Treibstoffen, um den Preisanstieg für Grundnahrungsmittel nicht noch weiter anzuheizen.

"Nachhaltige Hungerbekämpfung und ländliche Entwicklung sind zu lange als Stiefkinder behandelt worden", so Sacher weiter. Die staatliche Entwicklungshilfe habe die Kleinbauern in den ärmeren Ländern viel zu lange vernachlässigt. Obwohl kleinbäuerliche Betriebe den Großteil der weltweiten Nahrungsmittel produzieren, seien allein zwischen 1995 und 2005 die Mittel der Industrieländer für ländliche Entwicklung halbiert worden. Heute betrage der Anteil nur noch 3,5 Prozent der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit. Auch die Entwicklungsländer hätten ihre Agraretats in diesem Zeitraum halbiert.

Gleichzeitig seien sie von der Weltbank und der Welthandelsorganisation WTO zur Öffnung ihrer Agrarmärkte gedrängt worden, was vielfach zum Ruin von Kleinbauernfamilien geführt habe. Die Weltmarktpreise für Weizen sind allein Anfang dieser Woche an der wichtigsten Getreidebörse der Welt in Minneapolis um über 20 Prozent gestiegen. Ursachen sind unter anderem die steigende Nachfrage nach Fleisch in den schnell wachsenden Ländern Asiens und die sich verschlechternden Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft durch den Klimawandel.

Das Welternährungsprogramm hat für kommenden Freitag eine Dringlichkeitssitzung in Rom einberufen, um die Auswirkungen der Preisexplosion und sich anbahnende Kürzungen bei Nothilfeprogrammen zu diskutieren. Die Kürzungen werden voraussichtlich vor allem Menschen treffen, die langfristig von Nothilfelieferungen leben, beispielsweise in Äthiopien, Eritrea und Tschad. "Wir brauchen jetzt ein substantielles Umsteuern in der Entwicklungszusammenarbeit", so Sacher, "die Förderung von benachteiligten Kleinbauernfamilien und ländlicher Entwicklung muss wieder im Mittelpunkt stehen." Das Entwicklungshilfeministerium signalisiere inzwischen Veränderungsbereitschaft, die nötigen Reformen müssten nun schneller und umfassender angegangen werden.


Quelle: Brot für die Welt


Bundesumweltministerium

06.10.2008

Architekturwettbewerb zu ‚Energieoptimiertes Bauen- EnOB'

Energieversorger wehren sich gegen Öko-Test zu Energiesparlampen

Energieaußenpolitik der Bundesregierung auf dem Prüfstand

Gemeinsam mit Afrika forschen

27.11.08: DTV-Konferenz Klimawandel fordert Tourismuswandel

05.10.2008

Pilzforscher rechnen mit deutlich mehr Arten durch Klimawandel

04.10.2008

Ein Teil im Klimapuzzle: Umweltforscher sammeln Daten auf hoher See

21.10.08: Klimaschutz in der Logistik

Eis am Nordpol trotz kühlerer Temperaturen massiv geschmolzen

02.10.2008

Österreichs Klimaschutzgemeinden 2008 stehen fest

Fotovoltaikanlagen auf Schuldächern dienen dem Klimaschutz doppelt

WWF: Höhere CO2-Reduktion könnte bis zu 25 Milliarden Euro einsparen

Epson erstmals im Dow Jones Nachhaltigkeitsindex

Alfred-Wegener-Institut eröffnet das Klimabüro

Wettbewerb: Kleine Klima-Erklärer dringend gesucht

01.10.2008

29 Mio. Euro für Energieforschung und Technologieentwicklung

Schwarzenegger verschärft Klimaschutzgesetze in Kalifornien

BUND klagt gegen Moorburg - Grüne verteidigen Entscheidung

DUH: Das Signal von Moorburg: Rechtsanspruch auf klimaschädliche Kohlekraftwerke abschaffen

Streit um Klimaauflagen für Autos: Paris legt Kompromisspapier vor

Energieintensive Industrie befürchtet Kahlschlag durch Emissionshandel

Überraschende Nebenwirkung: Versauerung macht Ozeane lauter

Im Zeichen des Klimaschutzes - Greenpeace-Bilanz 2007

Studie: Auswirkungen des Klimawandels und Ressourcenknappheit auf Nahrungsmittel

Natur contra Energie: «Krieg» um Lapplands Stromschnellen

30.09.2008

Internationale Energieagentur: Märkte für Öko-Energie öffnen

Deutscher Bundestag setzt auf Ökostrom

Umstrittenes Kohlekraftwerk Moorburg genehmigt - Strenge Auflagen

Projekt der Klimaschutzinitiative senkt Energieverbrauch in Jordanien

Steinmeier: Finanzkrise wirft Klimaschutz-Verhandlungen zurück

Wettbewerbszentrale warnt vor irreführender ‚Energie-Umfrage'

Klimaforscher von Weizsäcker und Biotech-Unternehmer bekommen Umweltpreis