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Bayern erwärmt sich immer schneller - Neueste Daten bestätigen Klima-Kurs (26.06.2008)

Bayern erwärmt sich immer schneller - die neuesten Daten bestätigen eindrucksvoll den Klima-Kurs der Staatsregierung.


Bayerns Umweltminister Otmar Bernhard Bild: stmugvDies betonte Umweltminister Otmar Bernhard heute (26.6.), nachdem Experten bis ins Jahr 1931 zurück reichenden Wetterbeobachtungen des Deutschen Wetterdienst ausgewertet hatten. Bernhard: 'Dass Bayern sich erwärmt, wussten wir. Dass es aber immer schneller geht, überrascht doch. Dauerte es anfänglich 70 Jahre, bis Bayern 0,8 Grad wärmer wurde, ging es von 2001 an rapide. Kaum 5 Jahre später waren es schon 1,1 Grad und noch ein Jahr später, 2007, 1,6 Grad.'

BayernMit dem Klimaprogramm 2020 hat sich die Bayerische Staatsregierung als erste Landesregierung in Deutschland das Ziel gesetzt, die klimasensitiven Bereiche bestmöglich an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels anzupassen. Den Prognosen zufolge wird der Klimawandel in Bayern regional häufiger zu Trocken- und Hitzeperioden führen.

Bernhard: 'Gesellschaft, Industrie und Landwirtschaft müssen sich auf diese Entwicklung einstellen. Wir werden mit einem Niedrigwasserinformationsdienst die notwendigen Daten bereitstellen. Die Brauch- und Kühlwassernutzung der Industrie muss angepasst werden. Die Kommunen werden wir bei der Zukunftssicherung ihrer Trinkwasserversorgung fachlich unterstützen. Das Hitzewarnsystem läuft bereits.' Zudem müssen Bayerns Wälder verstärkt zu stabilen und klimatoleranten Mischbeständen umgebaut und in der Landwirtschaft intelligente Bewässerungsverfahren entwickelt werden.

Laut Studie muss sich Bayern neben vermehrten Trockenperioden aber genauso auch auf häufigere Hochwasser einstellen: Seit 1931 ist die mittlere Niederschlagsmenge im Winterhalbjahr um bis zu 34 Prozent gestiegen. Es regnete in allen Landesteilen in den Wintermonaten mehr, die Hochwassergefahr in Bayern steigt. Starkregenereignisse haben in den vergangenen 75 Jahren um bis zu 40 Prozent zugenommen. Sie können an kleinen Wasserläufen unvermittelt zu Hochwasser führen und sogar fernab von Flüssen und Bächen gefährliche Sturzfluten verursachen, wie im Juli 2007 im oberfränkischen Poxdorf. Bernhard: 'Wir werden den Hochwasserschutz konsequent fortführen und das Hochwasserschutzaktionsprogramm auch über 2008 hinaus entsprechend finanziell ausstatten.' Mehr Infos unter http://www.kliwa.de/.


Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz


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