Hamburg - Silaup asijjipallianinga, "der sich schrittweise vollziehende Wetterwechsel", lässt niemanden kalt - am wenigsten die Ureinwohner im Norden Kanadas.
Wie das Magazin GEO Special in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind die andernorts nahezu unaussprechbaren Vokabeln die neueste Wortschöpfung eines Volkes, das zu den ersten Opfern jenes globalen Fiebers zählt, das die übrige Welt "Klimawandel" nennt. Weil die Kultur der Inuit in Kanadas Nordterritorium Nunavut vor allem auf Kälte beruht, ist Klimawandel für die Bewohner der kanadischen Arktis zum Menschenrechtsthema geworden. Mit einer Petition besonderer Art zogen sie darum nach Washington, um dort gegen die Klimapolitik der USA zu demonstrieren.
Ein Reporterteam hat für GEO Special die Inuit-Familie Metuq auf Baffin Island im hohen Norden Kanadas besucht und recherchiert, wie sich deren Alltag in Zeiten von Silaup asijjipallianinga verändert hat. So erklärten die Metuqs beim traditionellen Fischfang auf dem Eis: "Noch leben wir, aber wir können das Wetter nicht mehr lesen." Die Reportage beschreibt, was es heißt, um ein Recht auf Kälte zu kämpfen - gegen wegschmelzende Lebensgrundlagen.
Weitere Themen im Heft u.a.: Flitterwochen in einer Karibu-Herde. Vancouver, Montréal, Toronto - was sie so sympathisch macht. Ein Wildnis-Diplom für Outdoor-Experten.
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