Wuppertal - Nachdem die Bundeswehr ihren Energieverbrauch im vergangenen Jahr bereits um 578 Millionen Kilowattstunden (kWh) senken konnte, hat "die Truppe" im ersten Halbjahr 2008 nochmals 192 Mio. kWh Strom und Wärme eingespart. Damit beträgt die Reduzierung seit Januar 2007 insgesamt 770 Mio. kWh bzw. 14 Prozent.
Energiesparen und Klimaschutz sind bei der Bundeswehr kein Strohfeuer, sondern Dauerbrenner. Liegenschaftsmanagement, Gebäudesanierung und Nutzermotivation durch die "mission E" der EnergieAgentur.NRW stehen weiter auf dem Dienstplan. "Diese Einsparung entspricht etwa dem Jahresenergieverbrauch einer Stadt von der Größe Würzburgs", erläutert Tom Küster von der EnergieAgentur.NRW. Gleichzeitig hat die Bundeswehr die Energiekosten um 55 Mio. Euro und ihre CO2-Emissionen um fast 255.000 Tonnen gesenkt. Küster: "Diese Menge CO2 entspricht dem Äquivalent einer Waldfläche von 6.200 Quadratkilometern - eine Fläche größer als Mallorca und die übrigen Balearen."

Im Schnitt hat jeder einzelne Bundeswehrangehörige seine Energiebilanz seit Anfang 2007 um 2.200 Kilowattstunden und seine CO2-Bilanz um fast 730 Kilogramm aufgebessert. Und tatsächlich sind die enormen Energieeinsparungen innerhalb von 18 Monaten der Erfolg aller rund 350.000 zivilen und militärischen Angehörigen der Bundeswehr, das Ergebnis vielfältiger Maßnahmen und Instrumente. Und vor allem: das Resultat ernsthafter und langfristiger Anstrengungen - sowohl im baulichen und technischen wie auch im organisatorischen und verhaltensbezogenen Bereich, auf den sich die "mission E" seit nunmehr fast zwei Jahren konzentriert. Die "mission E" - das "E" steht für Energie, Effizienz, Einsparung, Emission und Engagement - ist die Motivationskampagne, die die EnergieAgentur.NRW und das Bundesamt für Wehrverwaltung unter der Schirmherrschaft des Verteidigungsministers durchführen, um die Bundeswehrangehörigen für das Energiesparen im Dienst zu motivieren.
Das langfristige Ziel des Bundesministeriums der Verteidigung ist es, den Strom- und Wärmeverbrauch der Bundeswehr bis 2011 um jährlich fünf Prozent zu senken - durch systematisches Liegenschaftsmanagement, energetische Gebäudesanierungen und die dauerhafte Nutzermotivation im Rahmen der "mission E". Bezogen auf das Basisjahr 2006 entspricht dies einer Verbrauchsreduzierung von über 22 Prozent - ein ehrgeiziges Ziel, das die Bundeswehr jedoch bereits nach 18 Monaten zu fast zwei Dritteln erreicht hat.
Die EnergieAgentur.NRW hat inzwischen das Konzept der "mission E" in ein allgemein nutzbares Kampagnenkonzept überführt. "Auch Unternehmen und Kommunen können nunmehr durch die dauerhafte Motivation der Beschäftigten im Rahmen einer Energieeffizienzkampagne langfristig ihren Energieverbrauch senken und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten", erklärt Tom Küster.
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