klimAktiv.de
Co2-Rechner

Sie sind hier: Home : Zuhause : Weitere Nachrichten
Seite empfehlen

Adiabate Kühlung spart Strom und CO2 (29.05.2008)

Wuppertal - Im Sommer ist Abkühlung ein heißes Thema. Das gilt besonders für Bürogebäude, Krankenhäuser oder Produktionshallen.


SonneAls Alternative zur herkömmlichen, zunehmend kostenintensiven Klimaanlage bietet sich die adiabate Kühlung an. Die adiabate Kühlung setzt Energie in Gebäuden effizient ein und reduziert CO2-Emissionen, indem Wasser zur Verdunstung genutzt wird ("Verdunstungskälte"). Dabei wird - anders als bei herkömmlichen Klimatisierungsanlagen - kein zusätzlicher Strom benötigt.

Die Meteorologen versprechen einen heißen Sommer. Der Klimawandel sorgt zudem selbst in klimatisch gemäßigten Zonen für Hitzerekorde. Bereits heute hat deshalb die Raumkühlung im Sommer neben der Beheizung im Winter an Bedeutung gewonnen. Vor allem in klimatisierten Gebäuden kann Energie durch eine adiabate Kühlung effizient eingesetzt werden.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Wasser verdunstet und nimmt dabei Energie auf. Diese Energie wird der Luft entzogen, die sich dadurch abkühlt. "Nicht anders als das nasse Handtuch, das durch die Luft gewirbelt wird und dabei abkühlt", so Dipl.-Ing. Matthias Kabus von der EnergieAgentur.NRW. Bislang werden bei herkömmlicher Kälteerzeugung in der Regel Kompressionskältemaschinen elektrisch betrieben. Kabus: "Dieser Stromverbrauch findet bei adiabater Kühlung nicht mehr statt." Der große Vorteil der adiabaten Kühlung liegt deshalb auch in der Reduzierung der Betriebskosten.

So können durch eine adiabate Kühlung die Kosten für die Klimatisierung auf ein Drittel der Kosten durch Kompressionskältemaschinen gesenkt werden. In der Klimatechnik wird die adiabate Kühlung erreicht, indem ein Luftstrom in einem raumlufttechnischen Gerät befeuchtet und damit abgekühlt wird. Nicht gesättigte Luft wird mit jedem Gramm Wasser, mit dem die Luft befeuchtet wird, um ca. 2,5°C abgekühlt. Das am häufigsten eingesetzte Modell der adiabaten Kühlung ist die Abluftbefeuchtung mit Wärmerückgewinnung.

Dabei wird die Abluft durch einen Befeuchter zunächst befeuchtet und somit abgekühlt. Die so abgekühlte Abluft wird über ein Wärmerückgewinnungssystem (WRG) geleitet, das mit dem Zuluftstrom verbunden ist. Durch das WRG-System wird dem Zuluftstrom Wärme entzogen und durch den Abluftstrom aufgenommen, wodurch sich der Zuluftstrom abkühlt. In diesem Fall könnte man eher von einem "Kälterückgewinnungssystem" sprechen.

Bei den verwendeten WRG-Systemen sollte beachtet werden, dass nur stoffdichte Systeme (i.d.R. Plattenwärmetauscher oder Kreislaufverbundsysteme) zum Einsatz kommen, da sonst die Zuluftfeuchte durch die Übertragung der Feuchte aus der Abluft zu stark erhöht wird. Die Abkühlung der Außenluft beträgt bis zu 10°C. Damit können zwar bei hohen Außentemperaturen die Raumtemperaturen nicht immer auf den idealen Werten gehalten werden, aber der empfohlene Temperaturunterschied zwischen Außentemperatur und Raumtemperatur von 6°C ist in der Regel realisierbar.

Werden feste Raumkonditionen verlangt, kann zusätzlich noch eine Kompressionskälteanlage mit integriert werden, die dann bei sehr hohen Außentemperaturen die adiabate Kühlung mit unterstützt.

 


Quelle: EnergieAgentur.NRW


Bundesumweltministerium

18.11.2008

Warnen vor steigendem Meeresspiegel: 'Land unter' am Berliner Dom

WWF kritisiert: Deutschland ist ein Klimaschutz-Drückeberger

PIK Potsdam: Diskussionspapier zu internationaler Klimapolitik

B-W hat erste Ergebnisse aus Forschungsprogramm 'Herausforderung Klimawandel'

Indien und Deutschland bauen Umweltzusammenarbeit aus

Moorschutz ist Klimaschutz

Umweltschutz in Indien - extrem in beiden Richtungen

Gabriel ruft vor Klimaverhandlungen zu neuer industrieller Revolution auf

17.11.2008

Gabriel: USA künftig «Lokomotive statt Bremser» beim Klimaschutz

Klimaneutrale Dienstreisen der Bundesregierung

Merkel: Klimaschutz nicht gegen Finanzkrise ausspielen

Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in Gebirgslandschaften

Schon über 100 internationale Klimaschutz-Projekte mit deutscher Beteiligung

Neue Daten vom Weltklimarat: Treibhausgas-Anstieg hält an

Wuppertal-Institut: Zur notwendigen klimapolitischen Modernisierung der Autoflotte

16.11.2008

Nachhaltigkeits-Rat warnt vor Zögern beim Klimaschutz

Gabriel will bei Stromerzeugung weiter auf Kohle setzen

Grüne wollen «neuen Aufbruch» - Ringen um realistische Energiepolitik

14.11.2008

Bundesregierung bei CO2-Emissionshandel optimistisch

WWF kritisiert World Energy Outlook: Bonsai-Format

Bilanz: Nachhaltigkeitsbericht gibt der EM `08 gute Noten

Brandenburg: Neues PraxisHaus öffnet - Handwerker als Energieberater

Umweltbundesamt gibt Tipps zum klimafreundlichen Heizen

Weihnachten naht: ‚Schlauer schenken und Geld sparen'

Grüne wollen Missbrauch von Klimaschutzmaßnahmen vorbeugen

Luxusauto ade? - Schweizer Initiative fordert Fahrverbot

RWE Innogy und Stadtwerke Troisdorf planen gemeinsames Biomasse-Heizkraftwerk

Lobby-Schlacht ums EU-Klimapaket - «Nicht in dunklen Hinterzimmern»

Klimawandel: Greenpeace eröffnet erstes Büro in Afrika

13.11.2008

Gabriel begrüßt EU Kommissions-Paket zur Versorgungssicherheit

EU-Kommission legt Vorschläge zur Sicherung der Energiezukunft vor

Umwelthilfe zu KfZ-Steuerpolitik: ‚Die Bundesbürger sind nicht so dumm’

Barroso will mit Energiespar-Vorhaben Wirtschaft ankurbeln

World Energy Outlook: Ära des billigen Öls ist vorbei - «Energierevolution» nötig

Steuerbonus für Neuwagen nur befristet - mehr Umweltschutz geplant

IPD stellt ersten Environment Code für gewerbliche Immobilien vor

Haussanierer-Wettbewerb

Rechenzentrum des Bundesumweltministeriums reduziert Stromverbrauch um 60 Prozent

Startschuss für Umwelttechnikpreis 2009 in Baden-Württemberg

12.11.2008

Neue Broschüre über Klimafolgenforschung im österreichischen Wasserhaushalt

Kabinett beschließt 'Masterplan Umwelttechnologien'

Umsteigen leicht gemacht: Aktionsprogramm Mobilitätsmanagement

Neue Kohlekraftwerke an der Küste: ineffizient, klimaschädlich - und unwirtschaftlich

Beitrag der Landwirtschaft zur Erreichung der Schweizer Umweltziele