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CO2-Ausstoß um 20 Tonnen reduziert: Hochhaus mit inneren Werten (05.08.2008)

Duisburg - Mit ihren sieben Stockwerken war die Angerhauser Straße 47 in Duisburg-Huckingen schon immer ein markantes Gebäude in der nach dem Krieg für Krupp-Arbeiter gebauten Siedlung in Duisburg-Huckingen.


Das renovierte Hochhaus in Duisburg Bild: Energieagentur.NRWMit der laufenden umfangreichen Sanierung ragt der 50er-Jahre-Bau jetzt auch wegen seiner "inneren Werte" weit über seine Umgebung hinaus. Grund genug für die EnergieAgentur.NRW, das Vorhaben als "Projekt des Monats" auf ihrer Internetseite (www.energieagentur.nrw.de) vorzustellen.

"Da wird nicht nur die Fassade gestrichen, sondern richtig saniert", fasst Dirk Schumacher von der UMA Immobilien GmbH in Frechen das anerkennende Urteil in der Nachbarschaft und unter Mietinteressenten zusammen. Tatsächlich gingen die Sanierungsmaßnahmen weit über die übliche Erneuerung von Fassaden, Küchen und Bädern hinaus. Hauptziel war, den Energiebedarf so weit wie möglich und wirtschaftlich sinnvoll zu senken. Mit Erfolg: Er liegt jetzt umgerechnet bei gut vier Litern Öl pro Quadratmeter und Jahr. Die Primärenergieeinsparung liegt dank Fernwärmeeinsatz sogar bei fast 96 Prozent. Zudem wird damit der jährliche CO2-Ausstoß um 20 Tonnen reduziert.

Der Primärenergiebedarf des Hauses mit seinen fast 3200 Quadratmetern Wohnfläche und 43 Wohneinheiten sank von rund 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (kWh/m²a) auf 10,9 kWh/m²a.

Die Außenwand wird mit 15 cm Polystyrol (U-Wert 0,22 W/m²K) gedämmt. Polystyrol kommt auch bei der Dämmung der obersten Geschossdecke (Dämmstärke 22 cm, U-Wert 0,17 W/m²K) sowie der Kellerdecke (14 cm, U-Wert 0,3 W/m²K) zum Einsatz. Warmwasser und Heizung werden über Fernwärme bereitgestellt.

Der Jahres-Heizwärmebedarf lag vor der Sanierung bei 132,1 kWh/m². Nach der Sanierung wird mit einem Heizwärmebedarf von jährlich 28,8 kWh/m² gerechnet.

Unterm Strich ist die Energiebilanz mehr als doppelt so gut wie die eines vergleichbaren Neubaus. Möglich wurde die hocheffiziente Sanierung in einem Modellvorhaben der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und mit einer Reihe von gut aufeinander abgestimmten Maßnahmen: optimale Dämmung von Dach, Fassade und Keller, Einbau von Wärmeschutzfenstern, Umstellen der Heizung auf Fernwärme aus einem besonders effizienten Kraftwerk, das Strom und Wärme zugleich produziert (Kraft-Wärme-Kopplung).


Quelle: EnergieAgentur.NRW


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