New York - Das arktische Eis, eine Art Kühlschrank für das Weltklima, ist US-Messungen zufolge in diesem Sommer auf den zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Satellitenmessungen zusammengeschmolzen.
Das Nationale Schnee- und Eisdatenzentrum in Boulder im US-Bundesstaat Colorado berichtete am Mittwoch, die Eisfläche sei auf 5,26 Millionen Quadratkilometer zurückgegangen. Das entspricht einem Minus von 2,06 Millionen Quadratkilometern seit Anfang August. Das Rekordtief hatte es im September 2007 mit einer Resteisfläche von 4,28 Millionen Quadratkilometern gegeben. Da die Eisschmelze in der Regel bis in den September hinein anhält, könnte der Wert in diesem Jahr nach Einschätzung der Wissenschaftler noch unterschritten werden.
«Der stark negative Trend während der Sommerzeit im vergangenen Jahrzehnt setzt sich fort», schreiben sie. Bisher war der zweitschlechteste Wert im Jahr 2005 gemessen worden. Damals hatte sich die Eisschmelze jedoch im August verlangsamt. In diesem August sei dagegen weiter eine rasche Abnahme der Eisfläche zu verzeichnen gewesen, hieß es. Das arktische Eis gilt als wichtiger Indikator für den Klimawandel. Seit 1979 ist ein kontinuierliches Schrumpfen der Gesamtfläche zu verzeichnen. Zwar bildet sich im Winter immer wieder Eis nach, jedoch nicht mehr genug, um die starken Verluste während der Sommermonate auszugleichen.
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