Eine gesündere Umwelt könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 13 Millionen Menschen im Jahr das Leben retten.
Das geht aus einer Statistik über den Einfluss der Umwelt auf die Gesundheit aus, die von der UN-Organisation am Mittwoch in Wien und Genf veröffentlicht wurde. Dabei wurden die Umweltrisiken für einzelne Länder aufgelistet. Die schlimmsten Umweltfolgen für den Menschen gibt es demnach unter anderem in Angola, Burkina Faso und Mali sowie in Afghanistan.
Vor allem in den armen Ländern Ländern leiden die Menschen besonders stark unter Umwelteinflüssen, wie die WHO betont. So seien in 23 Ländern zehn Prozent aller Todesfälle auf nur zwei Umweltrisiken zurückzuführen: unsauberes Wasser einschließlich mangelnder Sanitärhygiene sowie verschmutzte Luft durch Herdfeuer im Haus. Am stärksten litten weltweit Kinder unter fünf Jahren, auf sie entfielen beispielsweise knapp drei Viertel aller Todesfälle wegen Durchfall- und Atmewegerkrankungen.
Zu den schwerwiegenden Umweltfolgen gehören laut WHO die Umweltbelastung durch Abgase und Stickoxide, UV-Strahlung, Lärm, landwirtchaftliche Eingriffe sowie der Klimawandel und Ökosystemverluste. Allein eine Verbesserung der Atemluft könnte etwa 865 000 Menschenleben jährlich retten, hat die WHO errechnet.
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