Änderungen des Klimas haben über rund tausend Jahre hinweg immer wieder zu Kriegen in China geführt. Das ergibt sich aus dem Vergleich von Klimadaten der nördlichen Hemisphäre mit historischen Aufzeichnungen über die Kämpfe im Osten Chinas.
Die Forscher um David Zhang von der Universität Hongkong hatten Berichte über 899 Kriege in Ostchina zwischen 1000 und 1911 ausgewertet. Zhang warnt, dass der absehbare Mangel an Süßwasser, Energie und Ackerland «sehr wahrscheinlich neue Kriege zwischen menschlichen Kulturen» zur Folge haben wird.
«Fast alle Höhepunkte kriegerischer Aktivitäten oder der Wechsel von Dynastien fielen mit Kälteperioden zusammen», schreiben die Forscher im Journal «Human Ecology» (online vorab). Zusammen mit seinen Kollegen vermutet Zhang, dass die Kälte die Erträge in der Landwirtschaft zurückgehen ließ, was die Menschen unter «ökologischen Stress» setzte. Auch der Bevölkerungsdruck habe dazu beigetragen, dass es daraufhin zu Kriegen kam. Historiker sollten diesen Zusammenhang künftig bei ihrer Arbeit berücksichtigen, empfehlen die Autoren.
Zugleich warnen sie davor, dass die schwindenden Wasser-, Energie- , Nahrungs- und Rohstoff-Vorräte ähnliche Spannungen - und wahrscheinlich neue Auseinandersetzungen auslösen werden. Zudem überschätze der Mensch seinen Einfluss auf die Natur.
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