London - Die Menschen in den englischen Flutgebieten haben sich am Samstag auf weitere heftige Regenfälle vorbereitet. Meteorologen sagten für die Nacht auf Sonntag stundenlangen starken Regen voraus.
Es könnte zu weiteren Überschwemmungen kommen, die Menschen müssten wachsam sein, da Gewässer schnell ansteigen könnten, warnte die Umweltbehörde. Die Polizei rief dazu auf, in der Grafschaft Gloucestershire nicht zu reisen, da Straßensperren möglich seien.
Südwest- und Zentralengland hatte vor einer Woche die schlimmste Flut seit 60 Jahren getroffen. 15 000 Häuser sind durch die Wassermassen beschädigt worden, berichtete die BBC unter Berufung auf Versicherer. Der Gesamtschaden könne bis zu fünf Milliarden Pfund (7,5 Milliarden Euro) betragen.
Mehr als 130 000 Haushalte sind in der am schlimmsten getroffenen Region Gloucestershire immer noch ohne Wasserversorgung. Die Polizei kündigte drakonische Strafen für Vandalen an, die die aufgestellten Wassertanks beschädigten. Dafür könne man auch eine Haftstrafe bekommen. In einige Tanks hatten zuvor Menschen uriniert. Zudem warnten Experten vor einer Rattenplage; die Tiere könnten aus der Kanalisation geschwemmt werden und Krankheiten übertragen.
Der britische Umweltminister Hilary Benn bereitete die Menschen auf mehr Wetterextreme durch den Klimawandel vor. «Wir müssen uns an eine andere Welt anpassen. Über all das gibt es keinen Zweifel», sagte er im BBC-Radio. Die Regierung werde deshalb auch mehr in den Hochwasserschutz investieren.
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