Die globale Erderwärmung ist einer Studie zufolge die größte Sorge der Schweizer. Weltweit war die Sensibilität betreffend Klimawandel seit 1980 nie mehr so groß: Sie rangiert auf Platz vier - gleich nach Wirtschaft, Gesundheit und Job.
Kein Land hat die Erderwärmung so häufig genannt wie die Schweiz, heißt es in einer Medienmitteilung der Nielsen Company. Das Marketing- und Informationsunternehmen mit Sitz in Holland und den USA hat die Internetstudie "Consumer Confidence And Major Concerns" in 47 Ländern unter 26.000 Internetnutzern durchgeführt. Neben dem Klimawandel nannten die Schweizer Gesundheit, Jobsicherheit und Terrorismus als weitere große Sorgen, heißt es in der Studie, die zwei Mal jährlich erhoben wird.
Wenn es um die Glaubwürdigkeit der Informationen geht, vertrauen die Schweizer vor allem den Klimaforschern. Auch Medien und Hilfsorganisationen scheinen vertrauenswürdig. Politikern, Stars und Unternehmungen glauben die Schweizer weniger. Ihre Informationen holen sich die Schweizer Befragten vor allem aus Zeitungen und weiteren Medien. Das Internet steht nur an fünfter Stelle. Der vor ein paar Tagen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Al Gore gilt als Botschafter Nummer 1 im Kampf gegen den Klimawandel. Weiter wurden Kofi Annan, Bill Clinton, Nelson Mandela und Bono genannt.
Die Befragung ergab außerdem, dass die meisten denken, sie könnten als Individuum nicht viel ausrichten gegen den Klimawandel. "Weniger häufig fliegen" wurde dabei als Maßnahme genannt, die am wenigsten bewirken kann. Zwei von fünf der Befragten glauben laut Studie, dass die Regierung die CO2- Emissionen sowie andere Umweltverschmutzungen einschränken und mehr in umweltfreundliche Lösungen investieren muss. 68% der Schweizer kaufen bewusst lokale Produkte, um gegen den Klimawandel vorzugehen. 56% achten bei ihrem Einkauf auf fairen Handel und 53% auf energiesparende Produkte. Jeder zweite gibt an, Produkte mit möglichst wenig Verpackung zu kaufen.
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