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Forscher: Nahrung wird teurer und knapper - Arme besonders betroffen= (03.12.2007)

Peking - Nahrungsmittel werden jüngsten Forschungsberichten zufolge nicht nur teurer, sondern vermutlich auch knapper. Die Nachfrage werde weltweit steigen, sagte das Forschungsinstitut für Nahrungspolitik (IFPRI) in einem Bericht voraus, der am Dienstag in Peking veröffentlicht wurde.


Logo IFPRILeidtragende seien besonders arme Menschen in Entwicklungsländern. Wichtige Gründe für diese Entwicklung seien der Klimawandel und eine verstärkte Produktion von Biotreibstoffen. Dadurch drohe weltweit eine Verknappung der Nahrungsmittelressourcen. Die wachsende Produktion alternativer Treibstoffe werde «sich nachteilig auf die armen Menschen in Entwicklungsländern auswirken», heißt es in der Studie.

So rechnen die Forscher damit, dass Mais bis 2020 um 26 Prozent teurer werden könnte. Basis dieser Berechnungen ist unter anderem die Annahme, dass zahlreiche Länder ihre Produktion von Biotreibstoffen ausweiten werden. Die plötzlich ansteigende Nachfrage nach Futter, Nahrung und Treibstoff habe bereits zu einer «drastischen Preissteigerung» geführt. Die Forscher empfehlen den Industriestaaten, Handelsbarrieren zu beseitigen und mehr Geld für die Landwirtschaft bereitzustellen. «Eine Welt mit wachsender Nahrungsmittelknappheit braucht mehr Handel, nicht weniger», heißt es in der Studie.

Entwicklungsländer müssten mehr in ländliche Infrastruktur investieren und den Zugang zu Dünger, Saatgut und Krediten erleichtern, um die Produktion auszuweiten. «Die Politik muss vor allem auf die ärmsten und hungrigsten Menschen abzielen, um sicherzustellen, dass sie nicht im allgemeinen Wirtschaftswachstum und globalen Fortschritt zurückgelassen werden», forderte der Autor der Studie, IFPRI-Direktor Joachim von Braun. Der Bericht wurde anlässlich der Jahrestagung der Konsultativgruppe über internationale Agrarforschung (CGIAR) am Dienstag in Peking vorgelegt. Auf Initiative der Weltbank hatten sich im Jahr 1971 Regierungen, internationale und regionale Organisationen sowie private Stiftungen zur Unterstützung von 15 landwirtschaftlichen Forschungszentren zu der Gruppe zusammengeschlossen. Eines der Forschungszentren ist das IFPRI.


Quelle: dpa


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