Genf - Rund um den Globus nimmt nach einer Studie der Vereinten Nationen die Zahl der Überschwemmungen stark zu. Im vergangenen Jahr wurden 200 Millionen Menschen Opfer von Naturkatastrophen, davon alleine 164 Millionen von Überschwemmungen. 2007 war gemessen an der Zahl der Katastrophen - insgesamt 399 - ein «normales» Jahr.
Zwischen 2000 und 2006 wurden im Durchschnitt 394 Naturkatastrophen jährlich gezählt. Mit 206 Überschwemmungen lag das Jahr 2007 aber weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre, der bei 172 Fluten liegt.
Den zweiten Platz auf der Rangliste der Naturkatastrophen belegen Stürme und Wirbelstürme: Die belgische Studie zählte im vergangenen Jahr 103 davon - der Durchschnitt seit der Jahrtausendwende liegt bei 107. «Die Zahlen bestätigen die Voraussagen der Wissenschaft zum Klimawandel», sagte Studienleiterin Debrarati Guha-Sapir.
Sie warnte vor einer Zunahme von Krankheiten, die sich bei Überschwemmungen häufen, wie das Dengue-Fieber und Malaria. «Es ist gut möglich, dass die Malaria in Europa wieder auftaucht», sagte sie.
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