klimAktiv.de
Co2-Rechner

Seite empfehlen

Jede vierte Wal- oder Delfinart vom Aussterben bedroht (13.08.2008)

München - Gut ein Viertel der bekannten Wal- und Delfinarten sind vom Aussterben bedroht. Dies geht aus der gestern von der Weltnaturschutzorganisation IUCN veröffentlichten Roten Liste bedrohter Arten hervor.


Wal   Bild: pixelio/nightlifeWährend sich die Buckelwalbestände dank des seit 1966 in Kraft getretenen Fangverbotes leicht erholt haben, stehen besonders einige der kleineren Verwandten unmittelbar vor dem Aus. So befürchtet die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS, dass der nur in Mexiko vorkommende Vaquita in wenigen Jahren ausgerottet sein wird. Von den rund 150 noch im Golf von Kalifornien verbleibenden mexikanischen Schweinswalen sterben jährlich geschätzt 15 Prozent in Fischereinetzen.

"Der Vaquita könnte die nächste Art sein, die für immer verschwindet" warnt Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS in München. Erst 2007 wurde mit dem chinesischen Yangtze-Flussdelfin die erste Delfinart offiziell für ausgestorben erklärt. Tatsächlich reflektiert die Rote Liste die allgemeinen Bestandszahlen und gibt kaum Auskunft über die unterschiedlichen Populationen. Die Einschätzung des Status von Arten in ganzen Ozeanen hält der Sprecher der WDCS nur für bedingt aussagekräftig. "Gilt der Gemeine Delfin im Mittelmeer als "stark gefährdet", so ist dieser in der Adria bereits gänzlich verschwunden und stirbt auch im östlichen Teil des Ionischen Meeres in den kommenden 10 Jahren aus", klagt Entrup.

Die Datenlage für den weltweit verbreiteten Schwertwal gilt als "unzureichend", doch umfasst die in der Straße von Gibraltar lebende Population z.B. nur etwa 30 Tiere und ist akut vom Aussterben bedroht. Die WDCS drängt auf ein Umdenken im Artenschutz und fordert den Schutz von Populationen und ihren Lebensräumen.

"Die neue Einstufung des Buckelwals als "kaum gefährdet" ist einerseits ein erfreuliches Zeichen, andererseits berücksichtigt diese die Gefahren des Klimawandels nur unzureichend", kritisiert Entrup. So sind mit der Erderwärmung auch Veränderungen des Nahrungsangebotes und der Anfälligkeit für Krankheiten zu befürchten.

Doch während die IUCN diese Gefahr bei Eisbären berücksichtigt, fand sie bei Walen offensichtlich wenig Beachtung. Dabei sind gerade die Polarregionen, in denen sich der Klimawandel am schnellsten vollzieht, wichtige Nahrungsgebiete für eine Reihe von Großwalen. Die positiven Effekte des Walfangverbotes könnten so plötzlich aufgezehrt werden. Hinzu kommt die Bedrohung durch Meeresverschmutzung, zunehmenden Unterwasserlärm und den wachsenden kommerziellen Schiffsverkehr.

Wie groß die tatsächliche Bedrohung ist, lässt sich schwer einschätzen. Für mehr als die Hälfte der Wal- und Delfinarten liegen keine ausreichenden Daten vor.


Quelle: Whale and Dolphin Conservation Society


Bundesumweltministerium

21.11.2008

Umweltministerkonferenz fordert verstärkte Investitionen in Klimaschutz

Österreich: 200.000 Tonnen CO2–Einsparung im Verkehrssektor

Klug: Gemeinsam für den Klimaschutz in Kommunen

Greenpeace legt Gesetz zum Kohleausstieg bis 2040 vor

Deutsche Winter immer wärmer

Schwarzenegger sagt Obama Unterstützung «in jeder Weise» zu

Kalifornien will Transport-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge aufbauen

Klimawandel verändert Stadt- und Bauplanung

Nur Halbierung der Treibhausgase kann Klimakatastrophe verhindern

20.11.2008

Ministerpräsident Oettinger rät zum Direktsprung von Kernkraft zu Erneuerbaren Energien

Den Quellen von CO2 auf der Spur: neues Analysegerät auf dem Jungfraujoch

WWF und Capital: ’Ökomanager’ des Jahres 2008

EEA-Report 2008: «Weiter so» keine Option für Europas Energiesystem

Schlechte Startbedingungen für Klimakonferenz - aber gute Aussichten

Von Rio bis Kopenhagen - Etappen der internationalen Klimapolitik

Grundlagen: Das Kyoto-Protokoll

19.11.2008

World Energy Outlook 2008 in Berlin vorgestellt

Obama: USA sollen Führungsrolle im Kampf gegen Klimawandel spielen

Der Blaue Engel aktiv im Klimaschutz

Frankreichs Autofahrern droht Sonderabgabe - 160 Euro für viel CO2

Erste Windkraftanlage mit ATS-Hybridturm als Pilotprojekt

Dämmverfahren mit Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet

Neuartige Solarzellen aus Berlin-Adlershof

18.11.2008

Warnen vor steigendem Meeresspiegel: 'Land unter' am Berliner Dom

WWF kritisiert: Deutschland ist ein Klimaschutz-Drückeberger

PIK Potsdam: Diskussionspapier zu internationaler Klimapolitik

B-W hat erste Ergebnisse aus Forschungsprogramm 'Herausforderung Klimawandel'

Indien und Deutschland bauen Umweltzusammenarbeit aus

Moorschutz ist Klimaschutz

Umweltschutz in Indien - extrem in beiden Richtungen

Gabriel ruft vor Klimaverhandlungen zu neuer industrieller Revolution auf

17.11.2008

Gabriel: USA künftig «Lokomotive statt Bremser» beim Klimaschutz

Klimaneutrale Dienstreisen der Bundesregierung

Merkel: Klimaschutz nicht gegen Finanzkrise ausspielen

Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in Gebirgslandschaften

Schon über 100 internationale Klimaschutz-Projekte mit deutscher Beteiligung

Neue Daten vom Weltklimarat: Treibhausgas-Anstieg hält an

Wuppertal-Institut: Zur notwendigen klimapolitischen Modernisierung der Autoflotte

16.11.2008

Nachhaltigkeits-Rat warnt vor Zögern beim Klimaschutz

Gabriel will bei Stromerzeugung weiter auf Kohle setzen

Grüne wollen «neuen Aufbruch» - Ringen um realistische Energiepolitik

14.11.2008

Bundesregierung bei CO2-Emissionshandel optimistisch

WWF kritisiert World Energy Outlook: Bonsai-Format

Bilanz: Nachhaltigkeitsbericht gibt der EM `08 gute Noten

Brandenburg: Neues PraxisHaus öffnet - Handwerker als Energieberater

Umweltbundesamt gibt Tipps zum klimafreundlichen Heizen

Weihnachten naht: ‚Schlauer schenken und Geld sparen'

Grüne wollen Missbrauch von Klimaschutzmaßnahmen vorbeugen

Luxusauto ade? - Schweizer Initiative fordert Fahrverbot

RWE Innogy und Stadtwerke Troisdorf planen gemeinsames Biomasse-Heizkraftwerk

Lobby-Schlacht ums EU-Klimapaket - «Nicht in dunklen Hinterzimmern»

Klimawandel: Greenpeace eröffnet erstes Büro in Afrika