Große Gewächshäuser, in denen Pflanzen mit entsalztem Meerwasser bewässert werden, und dazu große Solaranlagen, die sauberen Strom herstellen - das klingt wie ein Traum.
Ein britisches Team aus Architekten und Technikern will diese Art der Energie- und Landgewinnung nun in trockenen Wüstengebieten Wirklichkeit werden lassen.
Das Sahara-Forest-Project soll die Wüste zu einem ertragreichen Garten machen und dazu noch Strom und Süßwasser liefern, berichtet der Guardian in seiner Ausgabe. Die Experten sind auf der Suche nach geeigneten Partnern. "Im Prinzip sind die Bestandteile des Projekts nichts Neues", meint der Architekt Michael Pawlyn von Exploration Architecture, der an dem Projekt mitarbeitet, im pressetext-Interview. Neu sei bloß die Idee, das alles unter einen Hut zu bringen.
"Das Sahara-Forest-Projekt ist nichts anderes als eine Hochzeit zweier Technologien, die zur Anwendung kommen. Die konzentrierte Solarenergie sowie das Seawater Greenhouse", so Pawlyn. Bei der so genannten Concentrating Solar Power (CSP), die sich besonders für aride Regionen eignet, wird Wasser über Spiegel erhitzt, und treibt dann eine Turbine an. Ein Beispiel der Technologie gebe es etwa in Las Vegas, das Nevada Solar 1. Die zweite Technologie, die zum Einsatz kommen soll, heißt Seawater-Greenhouse.
Dabei wird der natürliche Wasserkreislauf in Miniaturformat nachgebaut. "Beim Seawater-Greenhouse wird die Funktionsweise üblicher Treibhäuser umgekehrt. Es erlaubt durch Kühlung den Anbau von Gemüse und Obst in Regionen, in denen normalerweise nichts gedeiht", erklärt Pawlyn. Zudem gewinnt man über die Verdunstung Süßwasser. Im kleineren Maßstab habe man im Oman, in den Vereinigten Arabischen Emiraten und auf Teneriffa bereits solche Anlagen errichtet. Sinnvoll wäre die Errichtung einer 10-MW-Solaranlage mit einer Anbaufläche von zehn Hektar. Das wäre die kleinste denkbare Variante. "Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 80 Mio. Euro", so Pawlyn. Das sei relativ günstig.
"Wie gesagt sind beide Technologien bereits marktfähig, daher bleiben die Kosten verhältnismäßig gering." Standorte für die Errichtung solcher Großanlagen, die dann Strom über Hochspannungsleitungen auch nach Europa liefern, gibt es nach Ansicht der Experten genug. Sehr günstig wären auch Standorte, die an leichten Depressionen liegen, da das Anpumpen des Meerwassers dann entfallen würde. Nach Berechnungen der Experten fällt bei einer solchen Anlage fünf Mal so viel Wasser an, als zur Bewässerung der Pflanzen in den Gewächshäusern nötig ist.
Das Wasser könne etwa zur Reinigung der Solarspiegel verwendet oder auch an die Umwelt abgegeben werden. "Eine Möglichkeit wäre auch das Anpflanzen von genügsamen Gewächsen wie etwa Jatropha-Arten, deren Samen Öl produzieren, das zu den effektivsten technisch nutzbaren Pflanzenölen der Welt gehört", so der Experte. Pawlyn war auch maßgeblich an der Errichtung des Eden-Garden http://www.edenproject.com in Cornwall beteiligt.
Umweltministerkonferenz fordert verstärkte Investitionen in Klimaschutz
Österreich: 200.000 Tonnen CO2–Einsparung im Verkehrssektor
Klug: Gemeinsam für den Klimaschutz in Kommunen
Greenpeace legt Gesetz zum Kohleausstieg bis 2040 vor
Schwarzenegger sagt Obama Unterstützung «in jeder Weise» zu
Kalifornien will Transport-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge aufbauen
Klimawandel verändert Stadt- und Bauplanung
Nur Halbierung der Treibhausgase kann Klimakatastrophe verhindern
20.11.2008Ministerpräsident Oettinger rät zum Direktsprung von Kernkraft zu Erneuerbaren Energien
Den Quellen von CO2 auf der Spur: neues Analysegerät auf dem Jungfraujoch
WWF und Capital: ’Ökomanager’ des Jahres 2008
EEA-Report 2008: «Weiter so» keine Option für Europas Energiesystem
Schlechte Startbedingungen für Klimakonferenz - aber gute Aussichten
Von Rio bis Kopenhagen - Etappen der internationalen Klimapolitik
Grundlagen: Das Kyoto-Protokoll
19.11.2008World Energy Outlook 2008 in Berlin vorgestellt
Obama: USA sollen Führungsrolle im Kampf gegen Klimawandel spielen
Der Blaue Engel aktiv im Klimaschutz
Frankreichs Autofahrern droht Sonderabgabe - 160 Euro für viel CO2
Erste Windkraftanlage mit ATS-Hybridturm als Pilotprojekt
Dämmverfahren mit Förderpreis Nachwachsende Rohstoffe ausgezeichnet
Neuartige Solarzellen aus Berlin-Adlershof
18.11.2008Warnen vor steigendem Meeresspiegel: 'Land unter' am Berliner Dom
WWF kritisiert: Deutschland ist ein Klimaschutz-Drückeberger
PIK Potsdam: Diskussionspapier zu internationaler Klimapolitik
B-W hat erste Ergebnisse aus Forschungsprogramm 'Herausforderung Klimawandel'
Indien und Deutschland bauen Umweltzusammenarbeit aus
Umweltschutz in Indien - extrem in beiden Richtungen
Gabriel ruft vor Klimaverhandlungen zu neuer industrieller Revolution auf
17.11.2008Gabriel: USA künftig «Lokomotive statt Bremser» beim Klimaschutz
Klimaneutrale Dienstreisen der Bundesregierung
Merkel: Klimaschutz nicht gegen Finanzkrise ausspielen
Untersuchung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in Gebirgslandschaften
Schon über 100 internationale Klimaschutz-Projekte mit deutscher Beteiligung
Neue Daten vom Weltklimarat: Treibhausgas-Anstieg hält an
Wuppertal-Institut: Zur notwendigen klimapolitischen Modernisierung der Autoflotte
16.11.2008Nachhaltigkeits-Rat warnt vor Zögern beim Klimaschutz
Gabriel will bei Stromerzeugung weiter auf Kohle setzen
Grüne wollen «neuen Aufbruch» - Ringen um realistische Energiepolitik
14.11.2008Bundesregierung bei CO2-Emissionshandel optimistisch
WWF kritisiert World Energy Outlook: Bonsai-Format
Bilanz: Nachhaltigkeitsbericht gibt der EM `08 gute Noten
Brandenburg: Neues PraxisHaus öffnet - Handwerker als Energieberater
Umweltbundesamt gibt Tipps zum klimafreundlichen Heizen
Weihnachten naht: ‚Schlauer schenken und Geld sparen'
Grüne wollen Missbrauch von Klimaschutzmaßnahmen vorbeugen
Luxusauto ade? - Schweizer Initiative fordert Fahrverbot
RWE Innogy und Stadtwerke Troisdorf planen gemeinsames Biomasse-Heizkraftwerk
Lobby-Schlacht ums EU-Klimapaket - «Nicht in dunklen Hinterzimmern»
Klimawandel: Greenpeace eröffnet erstes Büro in Afrika