In einer Wirtschaftszeitung wird heute (19. August 2008) der Eindruck erweckt, durch die Verschärfung des Emissionshandels ab dem Jahr 2013 kämen auf die Stromkunden zusätzliche Belastungen in "Milliardenhöhe" zu.
Dazu stellt das Bundesumweltministerium fest:
Die Energieversorgungsunternehmen müssen gegenwärtig nur zehn Prozent der CO2-Emissionzertifikate, die zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids berechtigen, kaufen. Die restlichen 90 Prozent bekommen sie vom Staat kostenlos zugeteilt. Dennoch haben die Unternehmen bei ihrer Preiskalkulation unterstellt, sie müssten für alle Zertifikate bezahlen. Die "virtuellen" Kosten für 100 Prozent der Zertifikate sind also bereits "eingepreist". Das bedeutet: Die Stromkunden bezahlen sie schon heute - was natürlich zu erheblichen Zusatzgewinnen bei den Energieversorgern führt. Ab 2013 werden diese Zusatzgewinne dadurch abgeschöpft, dass die Energieversorger alle benötigten CO2-Zertifikate kaufen müssen - so plant es die Europäische Union. Es gibt also keinerlei Grund, etwaige Steigerungen beim Strompreis nach 2013 mit dem verschärften Emissionshandel zu begründen.
Die Mittel, die der Staat gegenwärtig aus dem Emissionshandel einnimmt, fließen an die Bürgerinnen und Bürger zurück. Aus den Einnahmen wird die Nationale Klimaschutzinitiative finanziert, mit der beispielsweise der Einsatz energieeffizienter (und damit klimafreundlicher) Technologien in Privathaushalten und in Unternehmen gefördert wird.
Weitere Informationen bietet die BMU-Broschüre "Emissionshandel - Mehr Klimaschutz durch Wettbewerb" Sie ist auf den Seiten des BMU zu bestellen. Auch ein direkter Download ist möglich.
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